Die Produktentwicklung der Selbstschussanlagen, ihre Opfer und die politisch und militärisch Verantwortlichen
Veranstaltung am 29. Mai umd 19.00 Uhr im Grenzhus Schlagsdorf
News vom 18.05.2026
Die Splittermine SM-70 wurde in den 1960er Jahren entwickelt, um die DDR-Grenzanlagen noch unüberwindbarer zu machen. Ihre tödlichen Wirkungen auf Menschen nahmen die Verantwortlichen bewusst in Kauf. 1971 begann die Montage der Waffe am Streckmetallzaun. Die SED-Führung leugnete zunächst die Existenz dieser Todesmaschinen am der DDR-Westgrenze. Erich Honecker sprach 1973 auf einer FDJ-Funktionärskonferenz in Ost-Berlin vom westlichen „Geschrei über Todesmaschinen an der Staatsgrenze, die es gar nicht gibt“. Das widerlegte maßgeblich Michael Gertaneschläger, durch den Abbau von zwei der menschenrechtswidrigen Todesautomaten. Beim Versuch eine dritte SM-70 abzubauen ermordeten ihn Scharfschützen des DDR-Staatssicherheitsdienstes. In der westlichen Öffentlichkeit führte der Einsatz der Selbstschussanlagen an der innerdeutschen Grenzezu einen starken Ansehensverlust des SED-Staates. Warum es 1983 zum Abbau der Todesautomaten an der DDR-Grenze kam, wird ebenfalls in der Veranstaltung von Dr. Jochen Staadt erörtert.

Foto: Kai Greiser
Zur Veranstaltungsankündigung des Grenzhus Schlagsdorf: https://www.grenzhus.de/aktuelles/vortrag_selbstschussanlagen/
