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Biografien von Todesopfern

Seit Oktober 2020 können Nutzerinnen und Nutzer auf die Online-Version des Biografischen Handbuchs zugreifen. Die auf der technischen Grundlage des Open Encyclopedia System (OES) entwickelte Datenbank enthält 283 Biografien jener Menschen, die an der innerdeutsche Grenze ums Leben kamen. Diese Todesfälle wurden bereits vom Forschungsverbund SED-Staat an der Freien Universität Berlin erforscht und dokumentiert. Bis 2022 werden die vom Forschungsverbund in Kooperation mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Greifswald sowie aus Ostmittel- und Südosteuropa untersuchten Biografien der Todesopfer ergänzt, die bei Fluchtversuchen in der Ostsee und in den mit der DDR verbündeten Staaten starben. Die Ergebnisse der beiden Forschungsteams werden nach und nach in das mit den bereits vorliegenden Teilergebnissen der Projektforschung zugängliche Online-Handbuch eingepflegt.

Das Biografische Online-Handbuch ermöglicht eine nuancierte Suche nach Biografien über verschiedene Zugänge. Neben der Recherche mithilfe einer Volltextsuche ist auch das Filtern der Biografien nach verschiedenen Kriterien möglich. Eine Karte ermöglicht das Aufsuchen des Geburts- und des letzten Wohnortes der Betroffenen sowie des Vorfalls- und ggf. Leichenfundortes. So können zudem die Fluchtwege nachvollzogen werden. Die in dem Online-Handbuch dokumentierten Lebensgeschichten und Todesumstände werden mit Ausschnitten aus Videos-Interviews ergänzt, die mit Angehörigen der Todesopfer und anderen in die Ereignisse involvierten Personen geführt wurden.

Aktuelles

Beispielbiografien

Nicht nur über die innerdeutsche Grenze, sondern ebenso über die Grenzen anderer Ostblockstaaten flüchteten DDR-Bürger in den Westen. Aber auch an den streng gesicherten Grenzen der sozialistischen Bruderstaaten, der sogenannten "verlängerten Mauer", endeten zahlreiche Fluchtversuche tödlich. Einige exemplarische Fälle werden hier beschrieben: